19.05.2026

Saubere Stadt statt Rattenstaat

In Teilen von Berlin quellen überfüllte Mülleimer auf die Gehwege. Zwischen Fast-Food-Verpackungen, Zigarettenstummeln und Glasscherben kleben verschüttete Getränke auf dem Asphalt. An Bahnhöfen riecht es nach Urin, während herumliegende Sperrmöbel, Graffiti und wilder Müll ganze Straßenecken verwahrlost wirken lassen. Die Müllberge locken immer mehr Ratten an, die nachts aus Gullys, Hinterhöfen und U-Bahn-Schächten kommen und inzwischen selbst tagsüber in Parks oder an Bahnhöfen zu sehen sind. Nach Wochenenden bleiben Grünanlagen oft übersät mit Flaschen, Plastikresten und Essensabfällen zurück — ein ideales Paradies für Ungeziefer. Schätzungen zufolge gibt es 2-3 Ratten pro Einwohner in unserer Bundeshauptstadt. Ratten gehören bereits zum Berliner Stadtbild und nach Zahlen des LaGeSo, werden über 8700 Maßnahmen gegen Ratten jährlich durchgeführt. Nicht nur werden Unmengen an Kosten verursacht, der Infrastruktur durch das Ungeziefer geschadet und das Sicherheits- und Sauberkeitsgefühl gemindert, sondern auch eine Gesundheitsgefahr für die allgemeine Bevölkerung verursacht. Krätze, Würmer, Flöhe, Salmonellen, Rattenbissfieber und Hantavirus können durch den Kontakt mit Ratten oder Rückständen alles auf Menschen übertragen werden. Dies tragen wir nicht weiter mit!

Deswegen fordern wir als Junge Liberale Steglitz-Zehlendorf:

  • eine Gesundheits- und Sauberkeitsoffensive des Landes Berlin, wobei im Haushalt des Landes Berlin, aber auch in allen Bezirken die Mittel für die Pflege von Parks, Straßen und Plätzen erhöht werden.
  • Außerdem fordern wir ein „Fast-Track-Modell“ zur Gründung privater Initiativen zur Pflege und Reinigung des öffentlichen Raumes.
  • Zur Bekämpfung der Rattenplage in Berlin setzen wir uns für eine Großangelegte Anti-Ratten-Strategie nach Pariser Modell ein, die unter anderem den Bau geschlossener Müllsysteme, häufigere Reinigung, Meldesysteme und Bußgelder gegen Füttern von Tieren umfasst. Darüber hinaus fordern wir die konsequente Durchsetzung der Meldepflicht im Rahmen des Seuchenschutzes und härtere Sanktionierung bei Versäumnis.

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